Leider kann ich nicht an den Gedenkfeiern an der Somme teilnehmen, aber jedes Mal bei meinen Reisen an die Western Front besuche ich die Gegend um das Städtchen Albert in der Nähe der Stadt Amiens. Viele Friedhöfe und Monumente sind Ziel der Erinnerungskultur-und Reisen, vor allem für die Briten. Eindrücklich schmiegen sich kleine und grosse Friedhöfe der CWGC in die Getreidefelder an der Somme. Hier tobte die, zusammen mit Verdun, grösste und schrecklichste Schlacht an der Westfront des 1. Weltkriegs.
1. Ausgangslage
Im Sommer 1916 befand sich der Erste Weltkrieg in einer Phase des blutigen Stellungskrieges. Die Westfront erstreckte sich als nahezu unveränderbares Grabensystem von der Nordsee bis zur Schweizer Grenze. Beide Seiten hatten erkannt, dass ein schneller Sieg nicht mehr möglich war – der Krieg hatte sich zu einem zermürbenden Abnutzungskampf entwickelt.
Die Entente-Mächte – Großbritannien und Frankreich – planten für 1916 eine koordinierte Großoffensive, um die deutschen Linien zu durchbrechen und den Stellungskrieg zu beenden. Als Angriffsziel wurde die Somme-Region im nordfranzösischen Département Somme gewählt, wo britische und französische Truppen nebeneinander standen.
Die ursprüngliche Planung sah vor, dass Frankreich die Hauptlast der Offensive tragen sollte. Doch die verheerende deutsche Offensive bei Verdun, die im Februar 1916 begonnen hatte und Frankreich an den Rand des Zusammenbruchs brachte, erzwang eine dramatische Umplanung: Nun sollte das britische Heer unter General Sir Douglas Haig die Hauptoffensive übernehmen, um den Druck auf Verdun zu mindern und deutsche Kräfte zu binden.
Militärische Kräfteverhältnisse
Die alliierten Kräfte umfassten rund 400.000 britische Soldaten – darunter erstmals in großem Maßstab die sogenannte Kitchener Army, freiwillig gemeldete Bürger ohne langjährige Militärerfahrung – sowie etwa 150.000 französische Soldaten. Auf deutscher Seite verteidigte die 2. Armee unter Generaloberst Fritz von Below die gut ausgebauten Stellungen nördlich der Somme.
Die deutschen Verteidigungsanlagen galten als besonders stark: tiefe Betonbunker, mehrere Grabenlinien, weitverzweigte Untergrundanlagen und ein ausgeklügeltes Artillerienetz. Die deutsche Armee hatte über zwei Jahre Zeit gehabt, ihre Stellungen zu befestigen.
2. Schlachtverlauf
Die Vorbereitungsphase und der erste Tag (1. Juli 1916)
Dem eigentlichen Angriff ging eine einwöchige Artillerievorbereitung voraus, die größte in der britischen Militärgeschichte bis dahin. Rund 1.500 Geschütze feuerten über 1,5 Millionen Granaten auf die deutschen Stellungen. Die britische Führung war überzeugt, dass nach diesem Beschuss kaum noch lebende Deutsche in den Gräben sein würden.
Diese Einschätzung erwies sich als fataler Irrtum. Die deutschen Soldaten hatten in ihren tief gegrabenen Betonbunkern überlebt und besetzten bei Beginn des Infanterieangriffs sofort wieder ihre Maschinengewehrnester. Am 1. Juli 1916, dem Beginn des Angriffs, erlitten die Briten den verlustreichsten Tag in ihrer gesamten Militärgeschichte:
Allein an diesem einen Tag fielen oder wurden verwundet über 57.000 britische Soldaten, davon fast 20.000 Tote.
Im Süden verlief der erste Tag günstiger: Französische Truppen sowie britische Einheiten im Süden des Angriffssektors erzielten anfängliche Erfolge, da die deutschen Verteidiger hier weniger vorbereitet waren. Doch im Norden endeten die Angriffswellen im Niemandsland oder vor unzerstörtem deutschen Stacheldraht.
Die Phase der Abnutzungskämpfe (Juli – September 1916)
Nach dem katastrophalen ersten Tag setzte sich die Schlacht als zermürbender Abnutzungskampf fort. General Haig verfolgte die Strategie, durch wiederholte Angriffe die deutschen Reserven aufzureiben und schließlich einen Durchbruch zu erzwingen. Beide Seiten verloren in den folgenden Wochen Zehntausende Soldaten um einzelne Dörfer, Wälder und Geländekuppen.
Im Juli und August wechselten Orte wie Pozières, Delville Wood ("Teufelswäldchen") und Guillemont mehrfach die Hand. Namentlich der Kampf um Delville Wood, den die südafrikanische Brigade fast vollständig auslöschte, wurde zu einem Symbol für die Sinnlosigkeit des Stellungskrieges.
Im September 1916 setzten die Briten erstmals in der Geschichte Panzerfahrzeuge – damals als "Tanks" bezeichnet – ein. Am 15. September 1916 rollten rund 49 dieser Fahrzeuge bei der Offensive um Flers-Courcelette in die deutschen Stellungen. Der Effekt war zunächst überraschend und lokal erfolgreich, doch die geringe Anzahl und die technische Unzuverlässigkeit der frühen Tanks verhinderten einen strategischen Durchbruch. Trotzdem markierte dieser Einsatz eine Revolution in der Kriegführung.
Die Schlussphase (Oktober – November 1916)
Im Herbst 1916 verschlechterten sich die Bedingungen dramatisch. Anhaltende Regenfälle verwandelten das Schlachtfeld in ein Meer aus Schlamm, das Bewegungen nahezu unmöglich machte. Soldaten ertranken im Schlamm, Pferde versanken bis zum Bauch, Munition und Nachschub konnten kaum noch transportiert werden.
Trotz dieser widrigen Umstände befahl Haig die Fortführung der Offensive. Die letzten größeren Angriffe galten dem Ancre-Tal. Am 18. November 1916 stellte ein Schneesturm die Kampfhandlungen endgültig ein. Die Allierten hatten einen Geländegewinn von durchschnittlich acht bis zehn Kilometern erzielt – zu einem ungeheuerlichen Preis.
3. Gefallene und Vermisste
Die Somme-Schlacht gehört zu den verlustreichsten Schlachten der Menschheitsgeschichte. Die Zahlen sind erschütternd und bis heute Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion, da viele Soldaten spurlos verschwanden und keine vollständige Dokumentation existiert.
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Armee |
Gefallene & Verwundete |
Davon Gefallene |
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Britisches Empire |
ca. 420.000 |
ca. 125.000 |
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Frankreich |
ca. 200.000 |
ca. 50.000 |
|
Deutsches Reich |
ca. 500.000 |
ca. 165.000 |
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Gesamt |
ca. 1.120.000 |
ca. 340.000 |
Besonders tragisch ist die hohe Zahl der Vermissten. Da Granatenexplosionen ganze Leiber zerfetzten, wurden Tausende Soldaten schlicht nie gefunden. Das Thiepval Memorial – das größte britische Kriegsdenkmal der Welt – trägt die Namen von mehr als 72.000 britischen und südafrikanischen Soldaten, die an der Somme gefallen und deren Leichen nie identifiziert wurden.
Unter den britischen Verlusten befanden sich überproportional viele Soldaten der sogenannten "Pals Battalions" – Einheiten, die aus Männern einer Stadt, eines Betriebs oder einer sozialen Gruppe bestanden. Als diese Bataillone fielen, wurden ganze Stadtviertel in einem einzigen Tag ihrer Männer beraubt. Städte wie Sheffield, Grimsby oder Accrington verloren an einem Tag Hunderte ihrer Söhne.
Auf australischer und neuseeländischer Seite wurden die Verluste an der Somme als nationales Trauma verankert. Die australische Division verlor allein bei der Verteidigung von Pozières im Juli und August 1916 über 23.000 Mann – mehr als im gesamten Gallipoli-Feldzug.
4. Konsequenzen für die Armeen und den Kriegsverlauf
Militärstrategische Konsequenzen
Die Somme-Schlacht hatte unmittelbaren Einfluss auf den weiteren Kriegsverlauf. Das primäre strategische Ziel – Entlastung der unter extremem Druck stehenden Franzosen bei Verdun – wurde erreicht: Deutschland musste erhebliche Kräfte von Verdun an die Somme verlegen, was die Verteidigung Verduns den Franzosen ermöglichte.
Gleichzeitig zeigte die Schlacht die Grenzen der damaligen Angriffstaktik auf. Beide Seiten mussten erkennen, dass Massenangriffe gegen gut befestigte Stellungen mit Maschinengewehren katastrophal endeten. Dies führte auf britischer und französischer Seite zu einem Überdenken der Taktik: Kleinere, besser koordinierte Infiltrationstrupps, kombinierte Waffen (Artillerie, Infanterie, Tanks) und flexible Angriffsmuster wurden erprobt.
Die Deutschen entwickelten nach der Somme ihre Abwehrtaktik grundlegend weiter. Anstelle starrer Frontverteidigung wurde die "elastische Verteidigung" eingeführt: dünn besetzte Vorpostenzonen, starke Reserven im Hinterland und sofortige Gegenangriffe. Dies zeigte sich erstmals beim strategischen Rückzug zur Siegfriedstellung ("Hindenburg-Linie") im Frühjahr 1917.
Politische und gesellschaftliche Konsequenzen
In Großbritannien erschütterte die Somme-Katastrophe das Vertrauen in die militärische Führung nachhaltig. General Haig wurde zum umstrittenen Symbol für die als sinnlos empfundenen Massenopfer – eine Kontroverse, die bis heute andauert. Historiker streiten, ob seine Strategie der Abnutzung letztlich den Sieg ermöglichte oder ob die Verluste durch bessere Taktik hätten vermieden werden können.
Der Erste Weltkrieg wurde in Großbritannien nach der Somme zunehmend als nationaler Albtraum wahrgenommen. Die Freiwilligen-Begeisterung von 1914 war endgültig erloschen. 1916 wurde die Wehrpflicht eingeführt – ein historischer Einschnitt für die britische Gesellschaft.
In Deutschland verfestigte die Somme-Erfahrung die Überzeugung, dass trotz der enormen Verluste ein Durchhalten möglich und notwendig sei. Sie stärkte jedoch auch die Stimmen, die einen Verhandlungsfrieden forderten. Die enorme Materialüberlegenheit der Alliierten, die sich an der Somme erstmals deutlich zeigte, ließ Militärstrategen wie Ludendorff erkennen, dass ein langer Krieg langfristig verloren gehen musste.
Technologische Konsequenzen
Der Panzer, der an der Somme debütierte, veränderte die Kriegführung revolutionär. Obwohl die ersten Tanks technisch unzuverlässig waren und taktisch noch nicht optimal eingesetzt wurden, bewies der Einsatz ihr Potenzial. In den folgenden Jahren wurde diese Technologie rasch weiterentwickelt und sollte im Zweiten Weltkrieg zur dominierenden Waffe werden.
Auch in der Luftkriegsführung brachte die Somme Neuerungen: Erstmals wurde systematisch versucht, durch Luftaufklärung und koordinierte Luftangriffe die Bodentruppen zu unterstützen. Beide Seiten entwickelten ihre Luftstreitkräfte während der Somme-Monate erheblich weiter.
Das kulturelle Erbe
Die Somme-Schlacht hinterließ tiefe Spuren in der Kultur und im kollektiven Gedächtnis der beteiligten Nationen. In der britischen Literatur wurde sie zum Inbegriff des sinnlosen Sterbens: Dichter wie Wilfred Owen und Siegfried Sassoon, die beide an der Westfront dienten, schilderten in ihren Gedichten das Grauen des Stellungskrieges und die Diskrepanz zwischen patriotischer Rhetorik und der Realität des Schlachtfeldes.
Bis heute finden auf dem Schlachtfeld der Somme regelmäßig Gedenkfeiern statt. Jedes Jahr am 1. Juli wird in Großbritannien der Opfer gedacht. Das Gelände um Thiepval, La Boisselle und Beaumont-Hamel ist mit Gedenkstätten, Museen und Friedhöfen bedeckt – ein stilles Zeugnis der industrialisierten Massenvernichtung des 20. Jahrhunderts.
Unfortunately, I cannot attend the commemorations at the Somme, but whenever I travel to the Western Front, I visit the area around the small town of Albert, near the city of Amiens. Numerous cemeteries and monuments serve as destinations for commemorative visits—particularly from the British. Small and large CWGC cemeteries nestle strikingly amidst the grain fields of the Somme. This is where—alongside Verdun—the greatest and most brutal battle of the First World War on the Western Front raged.
1. Initial Situation
In the summer of 1916, the First World War was in a phase of bloody trench warfare. The Western Front stretched from the North Sea to the Swiss border as a virtually static system of trenches. Both sides had realized that a quick victory was no longer possible; the war had evolved into a grueling war of attrition.
The Entente powers—Great Britain and France—planned a coordinated major offensive for 1916 to break through the German lines and end the trench warfare. The Somme region, in the French department of the same name, was chosen as the target, as British and French troops were positioned side by side there.
The original plan called for France to bear the brunt of the offensive. However, the devastating German offensive at Verdun—which had begun in February 1916 and brought France to the brink of collapse—necessitated a dramatic change in plans: the British Army, under General Sir Douglas Haig, was now to take the lead in the offensive to relieve pressure on Verdun and tie down German forces.
Allied forces comprised around 400,000 British soldiers—including, for the first time on a large scale, the so-called "Kitchener's Army" (volunteers with no prior long-term military experience)—as well as approximately 150,000 French soldiers. On the German side, the 2nd Army, commanded by Colonel General Fritz von Below, defended the well-fortified positions north of the Somme.
The German defensive installations were considered exceptionally strong, featuring deep concrete bunkers, multiple lines of trenches, extensive underground networks, and a sophisticated artillery system. The German army had had over two years to fortify its positions.
2. Course of the Battle
The Preparatory Phase and the First Day (1 July 1916)
The actual assault was preceded by a week-long artillery bombardment—the largest in British military history up to that point. Around 1,500 guns fired over 1.5 million shells at German positions. British command was convinced that, following this barrage, few living Germans would remain in the trenches.
This assessment proved to be a fatal error. German soldiers had survived in deep concrete bunkers and immediately reoccupied their machine-gun nests when the infantry assault began. On 1 July 1916—the day the offensive launched—the British suffered the costliest day in their entire military history: on that single day alone, over 57,000 British soldiers were killed or wounded, including nearly 20,000 fatalities.
In the south, the first day unfolded more favorably: French troops and British units in the southern sector of the offensive achieved initial successes, as the German defenders there were less prepared. In the north, however, the waves of attackers stalled in No Man's Land or were halted by intact German barbed wire.
The Phase of Attrition (July – September 1916)
Following the disastrous opening day, the battle continued as a grueling war of attrition. General Haig pursued a strategy of wearing down German reserves through repeated attacks in order to ultimately force a breakthrough. Over the ensuing weeks, both sides lost tens of thousands of soldiers fighting for individual villages, woods, and ridges.
Throughout July and August, locations such as Pozières, Delville Wood (known as "Devil's Wood"), and Guillemont changed hands multiple times. The battle for Delville Wood, in particular—which resulted in the near-total annihilation of the South African Brigade—became a symbol of the futility of trench warfare.
In September 1916, the British deployed armored vehicles—then known simply as "tanks"—for the first time in history. On September 15, 1916, around 49 of these vehicles rolled into German positions during the offensive at Flers-Courcelette. While the initial impact was one of surprise and local success, the limited numbers and technical unreliability of these early tanks prevented a strategic breakthrough. Nevertheless, their deployment marked a revolution in warfare.
The Final Phase (October – November 1916)
Conditions deteriorated dramatically in the autumn of 1916. Persistent rains turned the battlefield into a sea of mud, making movement nearly impossible. Soldiers drowned in the mud, horses sank up to their bellies, and the transport of ammunition and supplies became extremely difficult.
Despite these adverse conditions, Haig ordered the offensive to continue. The final major attacks targeted the Ancre Valley. On November 18, 1916, a snowstorm brought combat operations to a definitive halt. The Allies had gained an average of eight to ten kilometers of territory—at a staggering cost.
3. The Fallen and the Missing
The Battle of the Somme ranks among the deadliest battles in human history. The figures are harrowing and remain a subject of scholarly debate to this day, as many soldiers vanished without a trace and no complete records exist.
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Army |
Fallen & Wounded |
Fallen |
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British Empire |
ca. 420.000 |
ca. 125.000 |
|
France |
ca. 200.000 |
ca. 50.000 |
|
German Empire |
ca. 500.000 |
ca. 165.000 |
|
Total |
ca. 1.120.000 |
ca. 340.000 |
The high number of missing persons is particularly tragic. Because exploding shells tore bodies apart, thousands of soldiers were simply never found. The Thiepval Memorial—the largest British war memorial in the world—bears the names of more than 72,000 British and South African soldiers who fell on the Somme and whose bodies were never identified.
Among the British casualties, there was a disproportionately high number of soldiers from the so-called "Pals Battalions"—units composed of men from the same town, workplace, or social group. When these battalions were decimated, entire neighborhoods were deprived of their men in a single day. Towns such as Sheffield, Grimsby, and Accrington lost hundreds of their sons in a single day.
For Australia and New Zealand, the losses suffered on the Somme became deeply ingrained as a national trauma. The Australian divisions lost over 23,000 men during the defense of Pozières alone in July and August 1916—more than in the entire Gallipoli campaign.
4. Consequences for the Armies and the Course of the War
Military-Strategic Consequences
The Battle of the Somme had an immediate impact on the subsequent course of the war. The primary strategic objective—relieving the French forces at Verdun, who were under extreme pressure—was achieved: Germany was forced to redeploy significant troops from Verdun to the Somme, thereby enabling the French to hold the defense at Verdun.
At the same time, the battle exposed the limitations of the offensive tactics used at the time. Both sides were forced to realize that mass assaults against well-fortified positions defended by machine guns resulted in catastrophe. This prompted the British and French to rethink their tactics, leading to the testing of smaller, better-coordinated infiltration units, combined-arms operations (artillery, infantry, tanks), and flexible attack patterns.
Following the Somme, the Germans fundamentally overhauled their defensive tactics. They replaced rigid frontline defense with "elastic defense," characterized by lightly manned outpost zones, strong reserves held in the rear, and immediate counterattacks. This approach was first demonstrated during the strategic withdrawal to the Siegfried Position (the "Hindenburg Line") in the spring of 1917.
Political and Social Consequences
In Great Britain, the catastrophe of the Somme profoundly shook confidence in the military leadership. General Haig became a controversial symbol of the mass casualties perceived as senseless—a controversy that persists to this day. Historians debate whether his strategy of attrition ultimately paved the way for victory or whether the losses could have been avoided through better tactics.
Following the Somme, the First World War was increasingly viewed in Britain as a national nightmare. The enthusiasm for volunteering that had marked 1914 had vanished completely. Conscription was introduced in 1916—a historic turning point for British society.
In Germany, the experience of the Somme solidified the conviction that, despite the immense losses, holding out was both possible and necessary. However, it also strengthened the voices calling for a negotiated peace. The Allies' overwhelming material superiority—which became clearly apparent for the first time at the Somme—led military strategists like Ludendorff to realize that a prolonged war was bound to end in defeat.
Technological Consequences
The tank, which made its debut at the Somme, revolutionized warfare. Although early tanks were technically unreliable and not yet employed with optimal tactical efficiency, their deployment demonstrated their potential. In the years that followed, the technology was rapidly advanced, and it would go on to become a dominant weapon in the Second World War.
The Somme also brought innovations to aerial warfare: for the first time, systematic attempts were made to support ground troops through aerial reconnaissance and coordinated air strikes. Both sides significantly developed their air forces during the months of the Somme campaign.
Cultural Legacy
The Battle of the Somme left a profound mark on the culture and collective memory of the nations involved. In British literature, it became the embodiment of senseless death; poets such as Wilfred Owen and Siegfried Sassoon—both of whom served on the Western Front—depicted the horrors of trench warfare and the disparity between patriotic rhetoric and the reality of the battlefield in their verses.
Commemorative ceremonies are still held regularly on the Somme battlefield today. Every year on July 1st, the victims are remembered in Great Britain. The landscape around Thiepval, La Boisselle, and Beaumont-Hamel is dotted with memorials, museums, and cemeteries—silent witnesses to the industrialized mass destruction of the 20th century.

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