Wofür steht die Mohnblume?
Die künstlichen Mohnblumen, die man am Kriegstotengedenktag am 11. November trägt, sind ein Symbol der Achtung für diejenigen, die im Ersten Weltkrieg gestorben sind, und sollen an sie erinnern. Die Mohnblume erhielt diese Bedeutung, weil der Klatschmohn – hartnäckig und doch zart – während des Ersten Weltkriegs in der Landschaft an der Westfront weit verbreitet war. Nachdem das Land schwer bombardiert wurde, wuchs nur wenig darauf. In seinem berühmten Gedicht „In Flanders Fields“ (Auf Flanderns Feldern) schrieb der in Kanada geborene John McCrae über diese hübsche rote Blume, die auf den Gräbern derer wuchs, die das höchste Opfer gebracht hatten, und die verwüstete Landschaft verschönerte.
Major John McCrae von der 1. Kanadischen Feldartillerie-Brigade war im April 1915 in den Schützengräben nahe Ypern in Belgien stationiert worden. In diesem Gebiet kamen kanadische Truppen erstmals bei der Zweiten Flandernschlacht in größerem Maße zum Einsatz. Innerhalb von 48 Stunden starben über 6000 Kanadier in den Feldern Flanderns. Während dieser schrecklichen Schlacht wurde McCraes Freund Oberleutnant Alexis Helmer durch Artilleriebeschuss getötet. Oberleutnant Helmer wurde wie viele andere in einem behelfsmäßig ausgehobenen Grab in den umliegenden Feldern Flanderns begraben. McCrae bemerkte später, dass auf den vielen Gräbern, die überall verstreut waren, wilder Klatschmohn blühte. Dieser Anblick inspirierte ihn zu seinem berühmten Gedicht, das am 8. Dezember 1915 in der Zeitschrift Punch veröffentlicht wurde.
Obwohl das Gedicht 1915 veröffentlicht wurde und der Erste Weltkrieg im November 1918 endete, wurde das Tragen der Mohnblume am Gedenktag der Opfer des Ersten Weltkriegs erst 1921 eingeführt. Auch heute noch ist McCraes Gedicht von Bedeutung bei den Feierlichkeiten anlässlich des Kriegstotengedenktags (auch bekannt als Tag des Waffenstillstands) in Kanada, Australien, Neuseeland und Europa sowie bei den Feierlichkeiten anlässlich des Memorial Day (Gedenktag für Kriegsopfer) und des Veterans Day (Tag der Veteranen) in den Vereinigten Staaten.
What does the poppy stand for?
The artificial poppies worn on Remembrance day on November 11th are a symbol of respect for and intended to commemorate those who died in the First World War. The poppy acquired this significance because the corn poppy – tenacious yet delicate – was widespread in the Western Front landscape during the First World War. After the country was heavily bombed and battered, little grew on it. In his famous poem “In Flanders Fields,” Canadian-born John McCrae wrote of this pretty red flower that grew on the graves of those who had made the ultimate sacrifice, brightening the ravaged landscape.
Major John McCrae of the 1st Canadian Field Artillery Brigade was stationed in the trenches near Ypres, Belgium, in April 1915. Canadian troops were deployed in this area for the first time on a large scale during the Second Battle of Ypres. Within 48 hours, over 6,000 Canadians died in the fields of Flanders. During this terrible battle, McCrae's friend First Lieutenant Alexis Helmer was killed by artillery fire. First Lieutenant Helmer, like many others, was buried in a makeshift grave in the surrounding fields of Flanders. McCrae later noticed that wild poppies were blooming on the many graves scattered throughout. This sight inspired him to write his famous poem, published in Punch magazine on December 8, 1915.
Although the poem was published in 1915 and the First World War ended in November 1918, the wearing of the poppy on the day of remembrance of the victims of the First World War was not introduced until 1921. Today, McCrae's poem continues to be significant in the celebrations of Remembrance Day (also known as Armistice Day) in Canada, Australia, New Zealand and Europe, as well as in the celebrations of Memorial Day and Veterans Day in the United States.
They shall grow not old, as we that are left grow old:
Age shall not weary them, nor the years condemn.
At the going down of the sun and in the morning
We will remember them.
Sie werden nicht alt werden, wie auch wir, die übriggeblieben sind, alt werden:
Das Alter wird sie nicht ermüden, und die Jahre werden sie nicht verdammen.
Bei Sonnenuntergang und am Morgen
Wir werden uns an sie erinnern.

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